MULMRAKETE.DE - Nichtrauchen
Der Einstieg in die Droge Nikotin ist häufig schneller da als je gedacht. Meistens rauchen Menschen einfach nur, weil sie neugierig waren oder einer Gruppe angehören wollen. Vor allen Dingen in der Jugend und der Pubertät ist der Drang dazu zu gehören so groß, dass Schritte wie diese nicht weiter bedacht werden. Die Jugendlichen zünden sich die Zigarette einfach nur an um cool zu sein und in ihrer Gruppe gut rüber zu kommen. Völlig unbewusst wird die Zigarette immer häufiger und auch nur zu oder in bestimmten Situationen angezündet. Die Zigarette wird, trotz nicht zu übersehender Warnungen auf der Schachtel, zu einem festen Bestandteil des Lebens. Sie hilft nahezu Stresssituationen zu bewältigen - glaubt der Raucher. Es gibt viele Intentionen zu rauchen. Zum Beispiel bei Stress, aus Langeweile, zur Anregung, als Genuss, als Ablenkung, als pure Gewohnheit oder sogar um das Gewicht zu halten. Der werdende Nichtraucher wird in diesen Situationen erhebliche Probleme haben eine Zigarette nicht zu rauchen. Durch mögliche Entzugserscheinungen, Probleme, Stress oder nur Langeweile ist der Griff zur Zigarette meist schon nach nur wenigen Stunden des Vorhabens nicht mehr zu rauchen geschehen.
Die Suchtentstehung und das Nikotin
Der menschliche Körper gewöhnt sich schnell an
Dinge, die in uns Glücksgefühle oder das Gefühl, dass es uns gut geht
auslösen. Bei der Droge Nikotin ist das nicht
anders. Der Raucher raucht eine Zigarette oft ganz in Ruhe und meistens als
Belohnungshandlung. Das Gehirn stellt sich auf diese Belohnung ein und
möchte in regelmäßigen Abständen mehr davon. Die Dosis des
Nikotins muss immer und immer wieder gesteigert
werden. Der Körper möchte immer mehr, also raucht der Raucher einfach mehr
Zigaretten, da sonst die ersten
Entzugserscheinungen auftreten. Durch das Rauchen vieler weiterer
Zigaretten werden die Entzugserscheinungen kompensiert und es geht dem
Raucher gut. Das Rauchen ist genau so eine Sucht wie zum Beispiel die Sucht
eines Alkoholikers. Der Raucher darf sich jedoch darüber freuen, dass die
Zigarettensucht seine Persönlichkeit nicht verändert und er somit erstmal
nicht aus einer Gruppe gedrängt wird (Freunde oder auch Familie).
Rauchen verursacht tödliche Erkrankungen
Rauchen ist alleiniger Verursacher oder wesentlicher Risikofaktor ernsthafter Erkrankungen. In Deutschland sterben jährlich rund 140.000 Menschen an den Folgen des Nikotinkonsums. Die Zahl der vorzeitig Invaliden durch Rauchen wird auf 70.000 bis 100.000 pro Jahr geschätzt. Einige, wesentliche Krankheiten, die durch Rauchen entstehen oder begünstigt werden. Lesen Sie mehr zu den Krankheiten wie zum Beispiel Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein, Asthma / Chronische Bronchitis, Emphysem (Lungenblähung), Demenz (Morbus Alzheimer), Augen / Sehstörungen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass der Körper beginnt zu verzeihen je früher das Rauchen aufgegeben wird.
Rauchen in der Schwangerschaft
Rauchen in der Schwangerschaft bedeutet für Ihr kommendes Kind, dass es als Raucher geboren wird. So komisch das auch klingen mag. Das Kind selbst weiß zwar nicht, dass es bereits Raucher ist, es ist jedoch genauso süchtig nach dem Nikotin wie Sie. Schonen Sie Ihr Kind und hören Sie auf zu rauchen. Rauchen erhöht das Risiko des plötzlichen Kindstod enorm. Geben Sie das Rauchen wenigstens während und nach der Schwangerschaft für mehrere Monate auf. Wenn Sie schon Ihr eigenes Leben auf die leichte Schulter nehmen sollte man wenigstens die Güte besitzen dem Kind nicht das gleiche Schicksal mit in die Wiege zu legen.
Gefahr Passivrauchen
Der Schadstoff Passivrauch reizt akut die Atemwege (Asthmaanfälle, Bronchitis, Entzündungen der tiefen Luftwege ). Passivrauch kann schon bei kurzer Belastung zu Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung, erhöhter Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen und Schwindel führen. Passivrauch kann beitragen zu Herzkrankheiten, Angina Pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenerkrankungen und chronischen Atemwegserkrankungen. Verschiedene Substanzen im Tabakrauch lassen das Blut zusammenklumpen und verstopfen die Herzkranzgefäße und Hirngefäße. Experimente mit Ratten wiesen die genverändernde Wirkung des Passivrauchens nach. Die Ratten wurden über einen Zeitraum von mehreren Tagen dem Nebenstromrauch (Rauchmaschine 2–4 Filterzigaretten) ausgesetzt. Es fanden sich in der Forschung keine Grenzwerte für krebserregende Substanzen in Tabakrauch, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten sei. Deshalb bergen schon kleinste Belastungen das Risiko der Entstehung von Tumoren wie das Bronchialkarzinom. Der Lungenkrebs wird begünstigt, da die Lunge eines Kettenrauchers der neunfachen der gewöhnlichen jährlichen radioaktiven Dosis ausgesetzt ist. In der Mehrzahl der epidemiologischen Studien wird ein erhöhtes relatives Lungenkrebsrisiko nach Passivrauchen zu Hause oder am Arbeitsplatz festgestellt. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass die relativen Risiken in den Gruppen mit höchster Exposition am größten sind und eine Expositions-Wirkungs-Beziehung besteht. Eine Zigarette kontaminiert 19.000 Kubikmeter Luft. Die kurze Lüftung eines Raumes erweist sich als unzureichend, da nicht genug Frischluft zugeführt werden kann. Besonders gefährdet sind ungeborene Kinder, Säuglinge und Kleinkinder, sowie gesundheitlich angeschlagene oder anfällige Menschen und chronisch Kranke (z.B. Asthmatiker u.a.). Der Aufenthalt von drei bis vier Stunden in einem von Zigarettenrauch gefüllten geschlossenen Raum entspricht für einen Nichtraucher einem „aktiven“ Rauchen von vier bis neun Zigaretten.
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