MULMRAKETE.DE - Nikotin
Durch Verglimmen oder
das Rauchen des Tabaks wird Nikotin in dem blauen unscheinbaren Dunst
freigesetzt. Nikotin ist an winzige Teerteilchen
im Rauch gebunden und gelangt durch die regelmäßige
Inhalation welche ein Raucher mehrmals täglich durchführt in die Lunge und
Atemwege. Von dort wird das Nikotin sehr schnell in die
Blutbahn abgegeben und erreicht somit innerhalb von wenigen Augenblicken das
Gehirn. Im Gehirn regt die Droge Nikotin
die Freisetzung des Nervenbotenstoffes Dopamin an. Dieser löst Gefühle von
Wohlbehagen, Glück und Zufriedenheit bis hin zu Hochstimmung aus und ist für
den so genannten "Rauchgenuss" verantwortlich.
Noradrenalin ist ein weiterer Botenstoff wird
durch Nikotin freigesetzt. Noradrenalin bewirkt erhöhte
Aufmerksamkeit und Energiefreisetzung und wird als
stimulierend und beruhigend empfunden.
Sobald dem Körper kein Nikotin mehr zuführt wird, nimmt die Menge des
freigesetzten Dopamins und Noradrenalins im Gehirn ab.
Das Genussempfinden verschwindet
und Entzugserscheinungen setzen ein.
Mit der nächsten Zigarette wird
dem Körper abermals Nikotin zugeführt und die
Entzugserscheinungen (Schmacht) werden umgehend aufgehoben. Der Teufelskreis
beginnt von vorne.
Nikotin und seine Folgen / Wirkung
Nikotin steigert die Herzfrequenz sowie die Atemfrequenz. Das geschieht dadurch, dass die Blutgefässe verengt werden und somit auch der Blutdruck steigt. Durch die Verengung der Gefäße kommt es häufig zu Durchblutungsstörungen und damit zu kalter haut. Meistens sind diese Symptome an den Füßen und Händen zu spüren. Der Raucher atmet nicht mehr so tief durch, da der Sauerstofftransport zu den Organen und um Gehirn erheblich gestört werden. Das Nikotin steigert unter anderem auch die Magensaftprduktion sowie die Darmtätigkeit. Es setzt Adenalin frei, welches den Stoffwechsel unseres Körpers steigert und fettabbauend wirkt. Außerdem werden Stoffe wie Noradrenalin, beta-Endorphin und Vasopressin freigesetzt und die Konzentration von Cortisol, Prolactin und Somatotropin im Blut erhöht. Diese Stoffe sind verantwortlich für das Wohlbefinden nach und während einer Zigarette. Durch die Aufnahme von Nikotin sind Raucher dem Stress gegenüber viel Toleranter und somit weniger aggressiv als ohne die Zigarette. Das Hungergefühl eines Rauchers sinkt nach dem Rauchen der Zigarette, was erklärt, dass ein Raucher häufig unregelmäßig isst. Außerdem entspannt der Körper durch das Nikotin und ruht seinen Muskelapparat sozusagen aus. Diese Empfindungen werden in Kombination mit anderen Genussmitteln wie zum Beispiel Kaffee, Alkohol oder positiven Empfindungen wie die Zigarette danach erheblich verstärkt. Die erzielte Wirkung hängt jedoch auch stark von der persönlichen Ausgangslage (aufgeregt, müde, gestresst etc.), der inhalierten Nikotindosis und der Geschwindigkeit mit welcher man eine Zigarette raucht ab. Nimmt der Raucher eine sehr hohe Dosis an Nikotin ein so kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, übelkeit oder stärkerer Speichelfluss kommen.
